Johann Wolfgang von Goethe
101 - 125 di 277 Sätzes Johann Wolfgang von Goethe
Des Menschen Tätigkeit kann allzu leicht erschlaffen,
er liebt sich bald die unbedingte Ruh;
drum get ich fern ihm den Gesellen zu,
der reizt und wirkt und muß als Teufel schaffen.
Johann Wolfgang von Goethe
Welchen Leser ich wünsche? Den unbefangensten, der mich,
sich und die Welt vergißt, und in dem Buche nur lebt.
Johann Wolfgang von Goethe
Ins Sichere willst du dich betten! Ich liebe mir
inneren Streit: Denn wenn wir die Zweifel nicht
hätten, - Wo wäre denn frohe Gewissheit?
Johann Wolfgang von Goethe
Ich kann mich nicht bereden lassen, ~ Macht mir
den Teufel nur nicht klein! ~ Ein Kerl, den alle
Menschen hassen, ~ Der muss was sein!
Johann Wolfgang von Goethe
Von dem geringsten tierischen Handwerkstriebe bis zur höchsten Ausübung der geistigsten Kunst, vom Lallen und Jauchzen des Kindes bis zur trefflichsten Äußerung des Redners und Sängers, vom ersten Balgen der Knaben bis zu den ungeheuren Anstalten, wodurch Länder erhalten und erobert werden, vom leichtesten Wohlwollen und der flüchtigsten Liebe bis zur heftigsten Leidenschaft und zum ernstesten Bunde, von dem reinsten Gefühl der sinnlichen Gegenwart bis zu den leisesten Ahnungen und Hoffnungen der entferntesten geistigen Zukunft, alles das und weit mehr liegt im Menschen und muß ausgebildet werden; aber nicht in einem, sondern in vielen.
Johann Wolfgang von Goethe
Was ihr den Geist der Zeiten heißt, - Das ist im
Grund der Herren eigner Geist, - In dem die Zeiten
sich bespiegeln.
Johann Wolfgang von Goethe
Die Menschen sind nicht nur zusammen, wenn sie beisammen sind, auch der Entfernte, der Abgeschiedene lebt in uns.
Johann Wolfgang von Goethe
Ja, schelte nur und fluche fort, - Es wird sich
Beßres nie ergeben; - Denn Trost ist ein absurdes
Wort: - Wer nicht verzweifeln kann, der muss
nicht leben.
Johann Wolfgang von Goethe
Man ist glücklich, wenn man eine Liebhaberei hat, die ohne große Kosten zu
befriedigen ist und auf ein tiefes Studium hinweist. In schlimmen Zeiten, sie
mögen nun von außen oder innen kommen, findet man sich daran getroestet und
gestärkt.
Johann Wolfgang von Goethe